Welcher Tennisball ist geeignet

Im heutigen Thema geht es um Informationen rund um den Tennisball. Von Kunden höre ich immer wieder die absurdesten Meinungen, die mich teilweise zum Lachen und manchmal auch zum Ärgern bringen. Hier möchte ich mal etwas Aufklärung schaffen.

Link zur offiziellen International Tennis Federation (ITF) Seite: http://www.itftennis.com/technical/balls/approved-balls.aspx

So los geht’s……..

Es gibt keinen Tennisball namhafter Hersteller der für das Tennisspielen ungeeignet oder sogar gesundheitsgefährdend ist.

  • Worauf ist bei einem Tennisball zu achten?

Beim Tennisspiel sind die Bälle eines der wichtigsten Dinge, die oft über Sieg oder Niederlage in einem Spiel entscheiden können. Schließlich ist die Qualität der Tennisbälle ebenso wichtig wie der Tennisschläger.

Für viele Hobby-Tennisspieler- oder Laien weisen Tennisbälle von verschiedenen Herstellern keine großen Unterschiede auf.
Aber Tennisball ist nicht gleich Tennisball. Neben der Qualität sollte man noch auf viel mehr achten.
Die Qualität und die Eigenschaften eines Tennisballs können das Tennisspiel erheblich beeinflussen. Schließlich geht es beim Tennis allein um diesen einen Ball.

Ja, und es gibt sie … die erheblichen Unterschiede zwischen den Marken und Herstellern, wenn man weiß, worauf man achten muss.
Tennisball-Hersteller müssen sich an bestimmte Bedingungen und Regeln halten. Dabei gibt es bestimmte Voraussetzungen in Sachen Oberfläche, Größe, Durchmesser, Gewicht und Sprungverhalten, die eingehalten werden müssen.
BildergebnisDiese Bedingungen werden von der „International Tennis Federation“, kurz ITF genannt, ausgegeben. Auf jeder ITF geprüften Dose befindet sich auch ein ITF Prüf- Güte- Siegel.

Hier der Link zum Dokument: http://www.itftennis.com/media/253269/253269.pdf

Die Haltbarkeit eines Tennisballs hängt von mehreren Faktoren ab.
Dazu gehört die Verarbeitung, das Material und ob es sich um einen Ball mit Innendruck oder einen drucklosen handelt. Bei der Wahl des Tennisballs sollte immer auf die Anzeige geachtet werden, für welche Untergründe und Spielfelder der Ball geeignet ist.

Tennisbälle werden von der ITF in Typen eingeteilt und kategorisiert bzw. spezifiziert.

 

 

 

 

  • Drucklos oder Innendruck – die Unterschiede

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Tennisbällen:
Bälle mit Innendruck sowie drucklose Tennisbälle.
Bei den Tennisbällen mit Innendruck handelt es sich um Exemplare, deren Gummihülle nicht ganz dicht ist, wodurch der Innendruck mit der Zeit verloren geht und der Ball sein Sprungvermögen verliert.
Tennisbälle ohne Innendruck hingegen haben eine dickere, dichte Gummihülle. Es entsteht kein Innendruck und die Bälle springen zuverlässig. Diese sind langlebiger, behalten ihr Sprungvermögen länger und sie sind etwas schwerer.

Allerdings zeigt ein Test sehr eindeutig, dass es durchaus Tennisbälle mit Innendruck gibt, die den Anforderungen und Eigenschaften von drucklosen Bällen standhalten können.

  • Last but not least: Der Preis

Head Championship - 3 BallSicher ist es auch ratsam, sich nach den Preisen zu orientieren. Du solltest darauf achten, dass der Preis gerechtfertigt ist und der Tennisball auch das hält, was vom Hersteller versprochen wird. Ein gutes, ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis ist elementar für die Wahl.

  • Herstellungsverfahren

Hier gehen wir nun nochmal etwas intensiver auf das Herstellungsverfahren und die rechtlichen Vorgaben des ITF ein. Alle Bälle werden aus Naturgummi hergestellt. Dabei wird das Gummi solange bearbeitet und geknetet bis es zu einer gleichmäßigen und flüssigen Masse wird. Diese wird durch verschiedene Puder verfestigt und mit zusätzlichen Lösungsmitteln verdünnt. Hat man die vorgeschriebene Eigenschaft erreicht, werden dann die entsprechend notwendigen Teilstücke geschnitten, geformt und vulkanisiert. So erreicht man die nötige Elastizität und entsprechende Sprungkraft. Diese gewonnenen Hälften werden als letztes unter Hitze zu einem Ballkern zusammengedrückt und verklebt. In diesem Prozess erfolgt nun auch die Unterscheidung nach Druckbällen und drucklosen Bällen.
Bei den Innendruckbällen geschieht diese Verklebung unter Stickstoffüberdruck, während die drucklosen Tennisbälle mit Normaldruck verklebt werden. Nun haben wir den Gummiball und es folgt der Prozess der Verfilzung. Für den Filz werden heute Wolle und Nylon als Materialien eingesetzt. Dieses Gewebegemisch wird in gleiche Zungen geschnitten und über den Ballkern geklebt. Damit der Filz nicht platt auf der Ballfläche anliegt, sondern etwas aufbauscht, werden die Bälle ausgedampft. Der Ball wird heute fast nur noch in Dosen verkauft. Es hat sich gezeigt, dass die Lebensdauer damit etwas erhöht wird. Die Nutzung von Pappkartons , wie es sie in früheren Jahren gab, wurde komplett eingestellt.
Der nun so hergestellte Ball ist damit aber nicht automatisch ein offizieller Turnierball. Zum Turnierball wird er erst dann, wenn eben auch weitere Richtlinien eingehalten werden. Dazu zählt auch das Sprungverhalten. Wenn der Ball aus einer Höhe von 254 cm auf eine Betonunterlage fallengelassen wird, muss die anschließende Sprunghöhe zwischen 135 und 147 cm liegen. Dabei darf die Verformung des Tennisballes nur zwischen 0,495 cm und 0.740 cm liegen. Die Innenverformung darf die Abweichungen zwischen 0,670 cm und 1,080 cm nicht unter- oder überschreiten. Das zulässige Gewicht liegt zwischen 56,0 g und max. 59,4 g. Der Durchmesser des Balles darf nicht kleiner als 6,54 cm und nicht größer als 6,86 cm sein.

ITF Specifications
Gewicht: 1.975-2.095 ounces – 56-59.4 grams
Durchmesser: 2.575-2.700 inches 6.541-6.858 cm
Sprungverhalten: Bounce 53-58 inches 135-147 cm
Vorverformung: 0,220-0.290 inches 0.559-0.737 cm
Rückverformung: 0.315-0.425 inches 0.800-1.080 cm

Hier ein interessantes Info Video über den Tennisball und der Herstellung eines Tennisballs. 

Lasst euch bitte nicht von irgendwelchen sogenannten Trainern die absurdesten Dinge erzählen wie,
…. man bekommt vom diesem oder jenem Tennisball einen Tennisarm
…..dieser Ball ist viel zu schnell zum spielen
…..dieser Ball ist zu hart oder zu weich

Das ist schlicht weg Humbug und gehört in die Abteilung „Märchen“ ……..mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Mein Tipp:
Sandplatz: DUNLOP TP CLAY COURT oder Dunlop TP All Court
Trainings: HEAD Championship in der 3-er oder 4-er Dose
Hallensaison: HEAD Championship oder Dunlop TP ALL COURT
Mannschaftsmeisterschaft: HEAD DAVIS CUP in der 3-er Dose.

Hier ein Testbericht zum Championship von HEAD.

Head Championship - 3 BallHead Championship 
Dieser Tennisball überzeugt im Vergleich zu den anderen Tennisbällen vor allem durch die perfekte Leistung zu diesem unschlagbaren Preis.
Der Head Championship ist ein Tennisball mit Innendruck, aber die Eigenschaften ähneln sehr dem von einem drucklosen Ball.
Lediglich die Haltbarkeit ist nicht allzu lang wie bei den richtigen drucklosen Bällen.
Ähnelt drucklosen Produkten
In Sachen Sprungkraft ähnelt er umso mehr den drucklosen Produkten. Du kannst diesen Tennisball getrost zum Training nutzen, aber auch Wettkämpfe damit bestreiten.
Dafür spricht unter anderem auch die ITF-Prüfung. Der Tennisball entspricht allen wettkampfspezifischen Prüfkriterien der International Tennis Federation.
Meine Tester sind von der Handhabung sehr angetan, was ebenfalls für eine optimale Leistung spricht.
Betrachtet man Preis und Leistung in einem Zusammenhang, ist dieser Tennisball von Head unser absolut gerechtfertigter Testsieger in dieser Kategorie.

Ich wünsche Euch noch viel Spaß und Erfolg bei eurem Tennisspiel.

zu den Tennisbällen –>

Für Fragen zu Tennisbällen stehe ich euch gerne zur Verfügung

LG
Andreas

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